Richard Graßl wurde 1974 in Berchtesgaden als Sohn des Zimmerer und Maurermeisters Richard Graßl und seiner Frau Kunigunde geboren. Die Grundschule besuchte er in Ramsau. Von der Hauptschule in Berchtesgaden trat Graßl an die Realschule der CJD Christophorusschule über. Nach der Mittleren Reife absolvierte der Ramsauer eine Lehre zum Zimmerer bei der Fa. Resch. Die Fachhochschulreife erwarb er am zweiten Bildungsweg an der Fachoberschule in Traunstein. Sein Studium des Bauingenieurwesens an der Fachhochschule München schloss Graßl mit Eins-Komma-Schnitt ab. Das Studium wurde unterbrochen durch den Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in der Strub. In Ruhpolding absolvierte der angehende Bauingenieur das Praktikumssemester bei der Fa. Mayer Hoch- und Tiefbau, einem der größten Bauunternehmen in der Region. Es folgte die Tätigkeit als Bauleiter mit Mitwirkung in der Geschäftsleitung im väterlichen Bauunternehmen mit Zimmerei in Ramsau. Nach dreijähriger Berufspraxis als Bauingenieur erhielt er die große Bauvorlageberechtigung durch die Bayerische Ingenieurekammer Bau zuerkannt. Das Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität München beendete der Bauingenieur mit Prädikatsabschluss und trat in die Einkaufsgenossenschaft der Salzburger Baumeister ein. Von 2009 bis 2015 war er in Salzburg bei der zweitgrößten Österreichischen Bauunternehmung in der Immobilienprojektentwicklung tätig. Er betreute z. B. Projekte in den Sparten Hotel, Büro, Handel, Stadtteilentwicklung oder Revitalisierung. 2015 absolvierte er erfolgreich die österreichische Baumeisterprüfung und wurde auch selbständig tätig mit einem Büro für Bau- und Immobilienberatung. Zusätzlich baut er für den Verwaltungsverbund Bad Tölz - Rosenheim - Traunstein der Evangelischen Kirche die neue Abteilung "Dienstleister Bau" auf.

Vereine

Graßl war viele Jahre Ministrant in der Pfarrei Ramsau, heute wirkt er als Lektor am Pfarrgemeindeleben mit. Er ist Mitglied der Kolpingfamilie Berchtesgaden. In seiner Freizeit spielt er die Posaune bei der Musikkapelle Ramsau. Er ist 1. Vorstand der Veteranen- und Soldatenkameradschaft Ramsau sowie Mitglied im Skiclub Ramsau und beim Trachtenverein D'Achentaler. Der gelernte Zimmerer gehört der Zimmererzunft Berchtesgaden, dem Verein Deutscher Ingenieure und der Bayerischen Ingenieurekammer Bau an.

Wirtschaft

Auch wirtschaftlich engagiert sich der junge Bauingenieur für seine Heimat, so ist er Gesellschafter der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH&CoKG, Aktionär der Berchtesgadener Bergbahn AG (Jennerbahn) und Genossenschafter der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG.

Politik

Als Zimmererlehrling tritt er 1993 der Junge Union bei, hier wirkt er viele Wahlperioden als Schriftführer im Ortsverband Berchtesgadener Land Süd. Bald darauf schafft er im ersten Anlauf die Wahl in den Kreisvorstand der Nachwuchsorganisation der CSU, dem er bis zu seinem alterbedingten Ausscheiden angehörte. Bis dahin war er auch einstimmig gewählter Stellvertreter der neuen Ortsvorsitzenden Chrissie Wisnom im JU Ortverband. Im Bezirksausschuss Oberbayern der JU machte er bereits eine Periode zuvor Platz für jüngere Mitglieder.

Als Kreisrat und später auch Gemeinderat gehörte er seit 2002 dem CSU-Ortvorstand von Ramsau an. 2009 wurde er zum stellvertretenden Ortsvorsitzenden gewählt, 2015 folgte ihm Andreas Bönsch in diesem Amt nach. Schon seit mehreren Wahlperioden hat ihn die Kreismitgliederversammlung jeweils als Delegiertem zum Bezirks- und Landesparteitag der CSU entsandt. 2007 wurde er auf Vorschlag des Ortsverbandes Ramsau, bei einem Gegenkandidaten, zum Stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CSU Berchtesgadener Land gewählt und seither stets im Amt bestätigt.

Nach seiner erstmaligen Wahl in den Kreistag wählte die Kommunalpolitische Vereinigung Richard Graßl auf Vorschlag seines Kreistagskollegen Bürgermeister Stefan Kurz zu seinem Nachfolger als stellvertretenden Kreisvorsitzenden der KPV. In den folgenden Wahlperioden wurde Graßl in diesem Amt bestätigt. Bei den KPV-Neuwahlen 2016 verzichtete er aufgrund der zusätzlichen Ämter in der Mittelstandsunion auf eine erneute Kandidatur. Nach mehreren Jahren als stellvertretender Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion trat Graßl auf Initiative von Norbert Eder 2008 dessen Nachfolge als Kreisvorsitzender an. Als Kreisvorsitzender gehört er auch dem Bezirksausschuss der MU an, die Bezirksversammlung der Mittelstandsunion wählte ihm im selben Jahr zum Bezirkskassenprüfer. 2014 wurde er in den Landesvorstand der Mittelstandsunion kooptiert, 2016 wurde er zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der MU gewählt.

Mandate

Die JU schlug ihn bei den Kommunalwahlen 2002 als Kreistagskandidaten vor. Auf Listenplatz 28 der CSU aufgestellt, wählte ihn die Landkreisbevölkerung um 10 Plätze nach Vorne auf Platz 18. Damit zog Graßl als jüngstes Mitglied in den Kreistag ein. Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde Graßl mit einem hervorragenden Ergebnis in seinem Amt als Kreisrat bestätigt. Er wurde vom Kreistag in beiden Perioden als Sparkassenverbandsrat und stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss bestellt. Im Jugendhilfeausschuss wechslete er auf eigenen Wunsch in der 2. Wahlperiode vom Mitglied zum Stellvertreter. In seiner 2. Periode als Sparkassenverbandsrat wurde er auf Vorschlag von Bürgermeister Stefan Kurz zu seinem Stellvertreter im Verwaltungsrat gewählt. 2008 kandidierte der Kreisrat erstmals auch für den Ramsauer Gemeinderat, von den Bürgern um 5 Plätze nach Vorne gewählt schaffte er auf Anhieb den Einzug. Der Gemeinderat bestellte ihn zum Baureferenten. Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde Grassl sowohl als Kreisrat wie auch als Gemeinderat jeweils mit sehr guten Ergebnissen im Amt bestätigt. Er gehört den wichtigen neuen Kreistagsausschuss für Landkreisentwicklung an und ist stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss, weiters Sparkassenverbandsrat. Der Ramsauer Gemeinderat hat ihn erneut als Baureferenten bestellt.

Internationales

Graßl ist es wichtig über die Region hinaus zu schauen. Bereits als Zimmererlehrling nahm er auf Einladung der Handwerkskammer an einem Lehrlingsaustausch mit der französischen Region Bretagne teil. 2006 besuchte er mit einer Gruppe der Bayerischen Ingenieurekammer Bau Peking. Die bayerischen Ingenieure konnten sich umfassend über die Entwicklungsplanung einer der größten und prosperierendsten Städte der Welt und die Baumaßnahmen für die Olympiade 2008 informieren. Graßl besuchte zusätzlich noch Hongkong und Shanghai, einschließlich einer Fahrt mit dem Transrapid. Die Tourismus-Boomregion schlechthin konnte Graßl 2007 mit Dubai besuchen. Sein Bruder, der in Dubai für ein führendes deutsches Planungsbüro tätig war, konnte ihm dazu viele Informationen aus erster Hand geben. Im Rahmen des Aufenthalts besuchte Graßl auch die Immobilenmesse in Dubai – einer der größten der Welt – auf der zahlreiche auch weltweit tätige arabische Investoren vertreten sind. 2008 nahm der Ramsauer Bauingenieur auch an der zweiten internationalen Exkursion der Bayerischen Ingenieurekammer Bau teil. Sie führte die bayerischen Baufachleute nach Vietnam, mit Besuchen unter anderem auf einer Großbrückenbaustelle, beim Stadtentwicklungsbüro von Saigon und nationalen Berufsverbänden.


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